PROKON-Anleger müssen aufgrund eines dubiosen Wald-Deals weitere hohe Verluste befürchten. Diese dürften weit über die von der PROKON Unternehmensgruppe bisher angehäuften Verluste von ca. 195 Millionen Euro hinausreichen.

Laut einem Bericht der Welt am Sonntag 26.01.2014 soll der Gründer von PROKON – Carsten Rodbertus – am 30.01.2013 eine Vereinbarung unterschrieben haben, wonach sich PROKON zum Kauf eines Waldes in Rumänien mit einer Größe von 43.000 Hektar zum Preis von 140 Millionen Euro verpflichtet habe. Dieser Vertrag soll laut Welt am Sonntag jedoch noch u.a. deswegen nicht umgesetzt worden sein, weil die staatliche Forstbehörde Romsilva vor Gericht Ansprüche auf die betreffenden Waldgebiete geltend macht und in erster Instanz bereits Recht bekommen habe. Deshalb können die Wälder auf absehbare Zeit nicht verkauft werden.

Zudem kündigten nach Medienangaben zwei Vermittler, die den Kauf einfädelten, an, PROKON wegen angeblich nicht gezahlter Provisionen in Höhe von mindestens zwei Millionen Euro verklagen zu wollen.

Möglicherweise Tatbestand der Untreue erfüllt

Der vorläufig eingesetzte Insolvenzverwalter wird jetzt zu prüfen haben, ob durch dieses vorgeworfene Handeln der Tatbestand der Untreue nach § 266 StGB erfüllt worden ist. In diesem Fall kommen Ansprüche auf das Vermögen der verantwortlichen Gesellschafter im Wege der sogenannten Durchgriffshaftung in Betracht. Wir werden diesen Ansatz weiter verfolgen.

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