PROKON Interessengemeinschaft

Wer sind wir?

 

baum · reiter & collegen ist eine der führenden Kanzleien auf dem Gebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts. Wir vertreten bundesweit Bankkunden und Kapitalanleger in Auseinandersetzungen mit Banken, Finanzdienstleistern, Versicherungen und Fondsgesellschaften bei fehlgeschlagenen Bank- und Kapitalanlagen.

Zu unseren Mandanten gehören neben Privatanlegern und institutionellen Investoren auch Family Offices, Unternehmen und Kommunen. Unser hochspezialisiertes Team aus erfahrenen Rechtsanwälten und Fachanwälten für das Bank- und Kapitalmarktrecht kann zur effektiven und konsequenten Mandatsbearbeitung auf einen bewährten Stamm an Kooperationspartnern bestehend aus Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern, Finanz- und Immobiliensachverständigen, Wirtschaftsdetekteien, Recherche- und Informationsdiensten sowie ein bundesweites Netzwerk von Rechtsanwaltskanzleien zurückgreifen, was den ständigen Erfahrungs- und Informationsaustausch gewährleistet.

Aktuell vertreten wir zahlreiche Mandanten in bekannten Insolvenzfällen wie S & K, Windreich, Infinus, Solar Millenium, Business Capital Investors. Wir haben umfangreiche Erfahrungen in der Vertretung von geschädigten Anlegern und verfügen über ein entsprechendes Back-Office sowie die notwendigen Ressourcen zur Betreuung größerer Mandantengruppen.

Unser Ziel ist es, durch sorgsame persönliche Betreuung finanziellen Schaden von unseren Mandanten abzuwenden. So gelingt es uns in den meisten Fällen, schon verloren geglaubtes Geld zurückzuholen. Um langjährige und teure Prozesse zu vermeiden, bemühen wir uns einerseits um konstruktive, außergerichtliche Lösungen. Falls es aber erforderlich wird, sind wir andererseits aufgrund unserer langjährigen forensischen Erfahrung bestens gerüstet, um vor Gericht mit harten Bandagen für die Rechte unserer Mandanten zu kämpfen.

Zugleich treten wir mit großem Engagement sowohl auf politischer Ebene, als auch in zahlreichen Gremien und rechtswissenschaftlichen Publikationen für einen effektiveren Anlagerschutz ein und bilden damit ein Gegengewicht zur der übermächtigen Bank- und Finanzdienstleistungslobby. Unsere Stellungnahmen und Vorschläge finden nicht nur in Ausschüssen der Bundesregierung und bei Verbraucherverbänden Berücksichtigung, sie fließen inzwischen sogar in die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) ein.

Was wollen wir im Fall PROKON?

Die Insolvenz der PROKON-Unternehmensgruppe wird eine der größten Insolvenzfälle in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland werden. Hiervon werden nahezu ausschließlich private Kleinanleger betroffen sein, die bislang weder mit dem Insolvenz- noch mit dem Gesellschaftsrecht in Berührung gekommen sind. Viele der betroffenen Anleger werden die insolvenzrechtlichen und wirtschaftlichen Zusammenhänge nur schwer bis gar nicht verstehen und sind daher auf seriöse und kompetente Hilfe angewiesen, z.B. um ihre Forderungen richtig und vollständig anzumelden und um insbesondere abschätzen zu können, ob der ihnen später vorzulegende Insolvenzplan, über den die Anleger abzustimmen haben, für sie angemessen oder eher nachteilig ist.

Erschwerend kommt hier hinzu, dass die auf mehr als 75.000 Anleger versprengte Gläubigergemeinschaft bislang kein Sprachrohr hat, das ihre Interessen vertritt und in ihrem Sinne auf Augenhöhe mit dem Insolvenzverwalter über den Insolvenzplan verhandeln kann. Es ist auch nicht zu erwarten, dass alle Anleger auf die Gläubigerversammlung kommen werden. Damit besteht die Gefahr, dass eine Minderheit Einfluss auf das Insolvenzverfahren und den Insolvenzplan nimmt, die den Interessen der Kleingläubiger zu Wider läuft.

Grundsätzlich sehen wir in der Fortführung des Unternehmens für die Genussrechtsgläubiger die besten Chancen, den drohenden Schaden weitestgehend zu begrenzen. Dies hängt allerdings davon ab, dass im Vorfeld verschiedene Bedingungen erfüllt werden. Eine Voraussetzung hierfür ist, dass endlich die erforderliche Transparenz hinsichtlich der Unternehmenszahlen geschaffen  wird, die Grundlage für die Einschätzung der Tragfähigkeit des Geschäftsmodells ist. Des Weiteren ist es dringend erforderlich, die Genussrechtsbedingungen hinsichtlich der Laufzeit, Kündigungsfristen und leider wohl auch der Verzinsung den gegeben Umständen anzupassen. Wer, wie PROKON, langfristige Investitionen mit kurzfristig abziehbaren Kapital finanziert, wird scheitern.